Wo ist bloß das viele Wasser hin?


Osterode am Harz, 13.07.2016

Sommerzeit ist Badezeit. Und was lockt Urlauber und Kinder mehr als ein erfrischender Harzteich? Der Oderteich war am vergangen Mittwoch jedoch nur wenig verlockend. Grund: Durch die Sanierung des Dammes fasst die historische Talsperre derzeit kein Wasser. Aber zum Schwimmen waren die Ferienpasskinder gemeinsam mit Antonius Lillpopp von der Harz Energie GmbH & Co. KG auch nicht aufgebrochen. Auf dem Programm stand ein spannender Ausflug zum Thema „Regenerative Stromerzeugung mit Wasserkraft“.

In Kooperation mit der Stadtjugendpflege Osterode ging es für insgesamt acht Kinder auf große Exkursion. Neben einem kleinen Rundgang am Oderteich, bei dem die Teilnehmer einiges zur Historie erfuhren, wurden auch die Wasserkraftwerke in St. Andreasberg besichtigt. Krönender Abschluss war die Besichtigung der Grube Samson und des angrenzenden Museums.

Antonius Lillpopp aus der Abteilung Energiedienstleistungen bei Harz Energie begrüßte die Gruppe zunächst am historischen Oderteich in St. Andreasberg. Die Talsperre wurde errichtet, um auch in Trockenzeiten die Wasserhaltung in den Gruben sicherzustellen und Erztonnen mit Wasserkraft in die Bergwerke und wieder hinaus zu befördern. Heute werden mit dem Wasser des Oderteichs über das Wasserschloss „Gesehr“ fünf Wasserkraftwerke der Harz Energie in St. Andreasberg angetrieben.

St. Andreasberg. Passendes Stichwort für den nächsten Halt bei der Harz-Tour. Denn hier konnten die jungen Entdecker das Kraftwerk „Grundstraße“ besichtigten, nachdem sie sich bei einem gemeinsamen Frühstück im Grünen besser kennengelernt hatten. In St. Andreasberg betreibt der regionale Energieversorger vier weitere Wasserkraftwerke. „Die fünf Anlagen erzeugen rund 6,5 Millionen kWh Strom pro Jahr. Mehr als 70 Prozent des Energiebedarfs der beiden Städte Braunlage und St. Andreasberg werden so umweltfreundlich aus Wasserkraft gewonnen“, erklärt Lillpopp.

Besonders Highlight in der Grube Samson ist die Fahrkunst, die bis 1922 mit einem 12 Meter hohen Wasserrad angetrieben wurde. Als weltweit einzige ist sie heute noch in Betrieb. Mitarbeiter der Harz Energie fahren noch heute mit ihr in das Bergwerk ein, um die in 130 und 190 Metern Tiefe liegenden Wasserkraftwerke zu prüfen und instand zu halten.

„Es ist wichtig Kinder und Jugendliche früh für den richtigen Umgang mit Energie und Trinkwasser zu sensibilisieren. Dazu wollen wir unseren Beitrag leisten. Am besten geht das, wenn man etwas anfasst und erlebt“, begründet Lillpopp das Engagement von Harz Energie.

Davon zeigten sich nicht nur die Kinder begeistert. Auch Bernd Blumhardt von der Stadtjugendpflege resümiert: „Es war wirklich wieder interessant und die Exkursion rundum gelungen. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr!“

 

Besonders spannend waren in diesem Jahr die Bauarbeiten am Oderteich.

 

Antonius Lillpopp erklärt den Teilnehmern anschaulich die Gewinnung von Energie durch Wasserkraft.

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